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Kirchen

Evangelische Kirche

Evangelische Kirche um 1930  Konfirmationsurkunde 1934

Kirche Herz-Jesu

Im Oktober 1904 wurde von der Pfarrei St. Marien in Eickel eine Pfarrvikarie in Hordel gegründet. Sie erhielt an der damaligen Dorfstraße (Günnigfelder Straße) eine Notkirche, die vor allem den zahlreichen Bergleuten, die auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Dahlhausen in Kolonien wohnten, als Gottesdienstraum diente. Bereits 1911 wurde Hordel selbständige Pfarrgemeinde. In der Dahlhauser Kolonie eröffneten bald darauf Franziskanerinnen eine Nähschule und einen Kindergarten. Die alte Notkirche brach man 1923 teilweise ab und errichtete sie auf dem Grundstück Ecke Hannoverstraße/Röhlinghauser Straße neu. Am 13. Juli 1924 konnte der erste Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert werden. Doch ein Großbrand machte in der Nacht zum 25. Juli 1925 einen großen Teil der Opfer und Anstrengungen der Gemeindemitglieder zunichte. Als die Feuerwehren der Zeche Hannover und der Gemeinde Günnigfeld anrückten, waren der aus Holz gebaute Turm und die gesamte Kirche ein Raub der Flammen. Die alte Orgel wurde vernichtet, die beiden Glocken aus dem Turm lagen am Boden.
Unter finanzieller Mithilfe der Nachbargemeinden und durch zahlreich geleistete freiwillige Arbeitsstunden konnte 1927 der Neubau von Turm und Kirche begonnen werden und schon zu Weihnachten läuteten die neuen Gussstahlglocken über Hordel. Am 17. Juni 1928 bezog die Gemeinde das neue Gotteshaus und feierte ein Jahr später im würdigen Rahmen ihr 25jähriges Bestehen.

Eine erneute Feuersbrunst legte am 23. September 1943 die Herz-Jesu-Kirche in Schutt und Asche. Nachdem bereits seit dem 8. August 1941 die ersten Bomben in Hordel gefallen waren, trafen nun Brandbomben Pfarrkirche und Pfarrhaus. Nach Kriegsende ging es nur langsam bergauf. Die Kapelle im Schwesternhaus und der Kindergarten wurden unter großen Mühen wieder hergerichtet. Durch die Währungsreform verlor die Gemeinde ihr angespartes Vermögen, dennoch wagte man am 6. September 1949 die Grundsteinlegung zum Wiederaufbau der Kirche. Am 16. Juli 1953 war der Bau vollendet. Stetig wuchs die Gemeinde: 1957/58 entstanden der Kindergarten in Unterhordel und das Jugendheim. Gleichzeitig wurde die Pfarrei durch die Gründung des Bistums Essen Grenzgemeinde, nur ein paar hundert Meter hinter der Kirche beginnt das Erzbistum Paderborn und etwa 400 Gemeindemitglieder auf Wanne-Eickeler Gebiet schieden aus der Gemeinde aus.

Infolge des Zechensterbens, der Abwanderung junger Familien und des Zuzugs von nicht-christlichen Mitbürgern schrumpft die Herz-Jesu-Gemeinde in der Folgezeit stetig. Dies führt schließlich dazu, dass die Gemeinde zum 1. Januar 2002 mit der Gemeinde St. Nikolaus von Flüe in Marmelshagen fusioniert. Die Herz-Jesu-Kirche bleibt jedoch als Filialkirche erhalten.

Bilder  Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V.
 
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