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LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Von der ehemaligen Zeche Hannover wurden nach ihrer Stilllegung 1973 für das Westfälische Industriemuseum der Malakowturm über dem Schacht I und die angrenzende Maschinenhalle vor dem Abriss gerettet und gesichert. Der zweite ursprüngliche Malakowturm über Schacht II war bereits 1938 durch einen doppelt so großen modernen Schachtturm ersetzt worden. Das Grubenlüftergebäude von 1929 mit zwei mächtigen Ventilatoren vervollständigt den denkmalgeschützten Gebäudebestand der ehemaligen Zeche.

 

Die alte Maschinenhalle konnte in ihrer wesentlichen Bausubstanz 1982 wieder freigelegt werden. Sie beherbergt die älteste an ihrem originalen Standort erhaltene Fördermaschine des Ruhrbergbaus, eine zweizylindrige Compound-Dampfmaschine von 1893. Maschinenhalle und Malakowturm von Hannover I/II/V sind auf einem Bauplan von 1857 überliefert, der bis zur Bauausführung nur in wenigen Fassadendetails, etwa bei der Fensterverteilung, geändert wurde. Der erhaltene Schachtturm war Mitte 1858 fertig gestellt und zählt mit den Türmen der Zechen "Carolinenglück" in Bochum-Hamme und "Carl" in Essen-Altenessen zu den drei ältesten erhaltenen Malakowtürmen im Ruhrgebiet.

 
Fotos: LWL-Industriemuseum

 

Seine Fassade trägt reichen Ziegelschmuck: Lisenen, Simse, Blendbögen, zwei Bogenfriese sowie einen Zinnenkranz als Bekränzung. Beim schlichter gestalteten Maschinenhaus wurden einige dieser Stilelemente übernommen. Die wuchtige neuromanische Anlage zeugt von unternehmerischem Selbstbewusstsein und Aufbruchstimmung der modernen Industriewelt. Die weitgehend erhalten gebliebenen und restaurierten Fördereinrichtungen im Inneren spiegeln den Ausbauzustand der Krupp-Zeche Hannover um 1900 wider.

Die Zeche Hannover ist von Mai bis Oktober samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen sind ganzjährig nach Anmeldung telefonisch unter: 0231/69 61-2 33 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

In Bochum-Hordel blieb die für das Revier typische Einheit von Bergwerk, Vorortkern und Kolonie gut sichtbar erhalten. Vor dem ehemaligen Haupteingang der Zeche liegt im Westen Alt-Hordel mit Fachwerkhäusern aus vorindustrieller Zeit, einigen Gründerzeitgebäuden mit aufwendigen Stuckfassaden, zwei Kirchen, einem Gemeindehaus und einer Schule.

 

 

Ein wuchtiger Malakowturm ist das Markenzeichen des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover in Bochum-Hordel. Im Maschinenhaus dreht sich das Schwungrad der ältesten Dampffördermaschine (1893), die noch am Originalstandort zu sehen ist. Allein diese Gebäude sind erhalten geblieben von dem ehemaligen Großbetrieb, der 1973 als letzte Bochumer Zeche stillgelegt wurde. Heute liegt Hannover - wie bei der Gründung vor 150 Jahren - wieder im Grünen.

 

 

 

Text-Quelle: Mit freundlicher Unterstützung: LWL
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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