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Planung 1906

Gartensiedlungen beleben Großstädte

In Hordel wird nach Plänen des Essener Architekten Robert Schmohl die Siedlung Dahlhauser Heide gebaut. In Reaktion auf die im Ruhrgebiet verbreiteten Reihensiedlungen versucht Schmohl, in Bochum ein neuartiges Siedlungskonzept zu verwirklichen. Dabei orientiert er sich an der in England entwickelten Idee der Gartenstadt. In den Jahren 1903/04 hatte sich Schmohl bereits beim Bau der Margarethensiedlung in Duisburg- Rheinhausen von gartenstädtischen Vorstellungen leiten lassen.

Der englische Stenotypist und Schriftsteller Ebenezer Howard veröffentlichte 1898 sein vielbeachtetes Buch »Garden Cities of Tomorrow« (engl.; »Gartenstädte von morgen«). Howard fordert eigenständige, von Grünanlagen durchsetzte Wohnsiedlungen in der Nähe übervölkerter Großstädte. Unkontrolliertes Wachstum der Stadtkomplexe soll durch landwirtschaftlich genutzte Grüngürtel vermieden werden, und Gartenstädte sollen die Größe von maximal 30 000 Einwohnern nicht überschreiten, um einen dörflichen Charakter zu bewahren.

 
Straßenbild der Dahlhauser Heide (1911)

Die Ideen, Grünzonen in Siedlungen einzuplanen sowie abwechslungsreiche und ansprechende Straßenbilder und Platzanlagen zu schaffen, werden in der Siedlung Dalhauser Heide in die Wirklichkeit umgesetzt. Statt schachbrettartiger Anlagen werden »krumme Straßen« gebaut, die sich dem natürlichen Gelände anpassen. Sie unterstreichen den dörflichen Charakter der Siedlung.

Bei den Gebäuden verwendet Schmohl besondere Aufmerksamkeit auf eine abwechslungsreiche Gestaltung der Häuserfronten und Fenster- und Dachkonstruktionen.

Foto: LWL-Industriemuseum
 
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