Neuer Eingangspavillon für Zeche Hannover

Er leistet schon seit einigen Wochen gute Dienste, jetzt wurde der Eingangspavillon auch offiziell "in Dienst" gestellt: Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), übergab ihn am Donnerstag (23.8.) im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum der Öffentlichkeit. "Ich freue mich, dass wir unseren Besuchern jetzt einen richtigen Empfang und mehr Service bieten können", so Kirsch. Der Pavillon soll bis zum weiteren Ausbau des Museums als Eingang, zentrale Anlaufstelle und Shop dienen. Gekostet hat er rund 100.000 Euro.

Kirsch nannte den Bochumer Standort des Landesmuseums für Industriekultur ein "kulturelles Highlight im Bochumer Norden mit großem Potential". "Jedes Jahr lockt die Zeche Hannover mit ihrem beliebten Kinderbergwerk, Veranstaltungen wie dem Dampffestival und viel beachteten Sonderausstellungen zu Migration und Industriekultur im Ruhrgebiet über 35.000 Besucher an", so der LWL-Direktor.

Perspektivisch will der Verband das Bochumer Industriemuseum zu einem "Forum für Migration" weiterentwickeln. Heute leben Menschen aus 180 Nationen in Nordrhein-Westfalen. Für fast jeden Vierten gehört Migration zur eigenen Geschichte oder zur Erfahrung der Elterngeneration. "Diese Tradition zu zeigen, die Lebensleistung von Zuwanderern sichtbar zu machen und von ihren Erfahrungen zu lernen, ist die gesellschaftliche Aufgabe der kommenden Jahre. Wir wollen einen starken Beitrag dazu leisten", so Kirsch weiter. Jüngstes Beispiel für die Aktivitäten rund um das Thema Migration ist die aktuelle Sonderausstellung "Nach Westen. Einwanderung aus Osteuropa ins Ruhrgebiet" (bis 28.10.2012).

Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums, wies in diesem Zusammenhang auf die geplante Dokumentationsstelle zur Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland hin, die im Frühjahr 2013 ebenfalls zunächst auf Zeche Hannover ihre Arbeit aufnehmen soll. Nach der kürzlich vorgestellten Machbarkeitsstudie soll der LWL die Trägerschaft übernehmen. "Hier bieten sich künftig vielfältige Kooperationen mit unserem Museum an", so Zache.

 
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